Neues Hobby: 3d Druck mit dem Ultimaker 2+

Es hat mich erwischt. Es hat mich begeistert. Ich bin jetzt auch ein „Maker“. Seit ein paar Tagen bin ich im Besitz eines 3d Druckers von Ultimate, dem Ultimate 2+. Warum ich mich für genau diesen – nicht ganz günstigen – 3d Drucker entschieden habe?

Warum der Ultimaker 2+?

Ich habe zunächst mit einem deutlich billigeren Exemplar gerechnet. Und dann vieles gelesen. Und musste leider feststellen, dass ich zu alt bin 🙂 Zumindest ist bei mit eher die Zeit der limitierende Faktor als das Geld (nicht dass ich endlos Geld hätte, aber Zeit leider noch weniger). Und um bei den günstigeren Druckern (um die 500€) gute Ergebnisse zu erzielen, muss man auch echt Zeit (und know how) einbringen. Die Ultimaker hingegen sind fertig aufgebaut, fertig konfiguriert und fast fertig kalibriert. Man muss nur durch die echt einfach Kalibrierung der Arbeitsplatte durch und kann loslegen. Und schon der erste Druck kommt echt gut raus.

Die ersten 3D Drucke aus dem kostenlosen Fundus von Thingiverse

Tipps zum Start

Ein paar Tipps konnte ich mir bei Conrad in der Filiale in München Moosach holen, wo ich auch den Drucker gekauft habe, denn die Beratung war echt umfangreich (ich war 3x dort) und gut. Und der beste Tipp war wohl der, blaues 3M Klebeband zu nehmen um die Glasplatte zu bekleben, damit die Haftung besser ist und kein Warping entsteht.

Software zum 3d Druck

Man braucht im Prinzip 2 Dinge um in 3D drucken zu können. Eine Software, um ein 3D Objekt zu bearbeiten oder zu erstellen (sofern man nicht ausschließlich fertige Objekte aus dem Internet laden will) und auf jeden Fall einen „Slicer“. Ein Slicer ist im Prinzip nichts anderes als ein spezieller 3d Druckertreiber, der das 3D Objekt umwandelt, zerschneidet in Layer, die dann nach und nach übereinander gedruckt werden. Ein sehr guter Slicer ist tatsächlich der von Ultimaker, Cura. Der ist Open Source und funktioniert auch für andere Drucker, ist aber natürlich für Ultimaker sehr gut abgestimmt.

Und wer 3D Modelle bearbeiten oder erstellen will, dem empfehle ich ein (kostenloses) CAD Programm wie FreeCAD. Das ist nicht ganz einfach wenn man keinerlei Erfahrung hat, aber es gibt auf Youtube gute Tutorials, die beim Einstieg helfen.

Und was druckt man an einem 3d Drucker?

Das ist eine gute Frage. Im Prinzip fast alles. Wenn man ein wenig Lust am Basteln hat und kreativ ist, kann man praktisch alles drucken. Limitiert wird das vom zur Verfügung stehenden „Druckraum“, also der Grundfläche mal der Höhe, auf der der Drucker drucken kann. Üblich sind hier 20x20x20 cm. Das klingt zunächst wenig, hat aber 2 Gründe. Zum einen steigt bei größeren Objekten das Risiko von Warping, also dass sich das Objekt verzieht (insbesondere bei einfacheren Druckern ohne beheizte Druckplatte). Zum anderen kann man die meisten Objekte teilen, in einzelnen Elementen drucken und dann zusammensetzen.

Und was druckt man wenn man weniger kreativ ist?

Auch dafür gibt es eine Lösung. Es gibt im Internet bereits Millionen von 3D Objekten die man meist kostenlos herunterladen und dann drucken kann. Die größten Plattformen sind Thingiverse oder Youmaker. Hier kann man testen, drucken und sich inspirieren lassen.

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